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Highlights der Spaßmacher in Innsbruck.

Publikation: Wirtschaftsmagazin |  Ausgabe: Juli/August 2010 | Ressort: eco.art | Datum: 1.7.10

Wissen Sie, was Gelotologie ist? Ein wirklich lustiger Wissenschaftszweig: der des Lachens! Da werden die körperlichen und geistigen Auswirkungen rund ums Lachen untersucht und sogar eine recht wissenschaftliche Erklärung findet sich dazu: Lachen ist ein angeborenes Ausdrucksverhalten des Menschen, das nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit anderen seine Wirkung entfaltet. Weniger wissenschaftlich, aber im Sinne des gemeinschaftlichen Lachens sehr gut entfaltet hat sich das Festival der Träume. Im Laufe von 20 Jahren haben sich die Könige der Spaßmacher zu einer tragenden Säule der Innsbrucker Festivalszene entwickelt.

Clowns, Akrobaten, Zauberer und Pantomimekünstler werden der Kleinkunst zugeschrieben, die in Innsbruck lange Zeit wenig beachtet wurde. 1991 jedoch wollte man die Jugendbetreuung der Hypo Tirol Bank gebührend einführen und es dauerte nicht lange und die Idee eines Zuges mit Kleinkünstlern, die in den Bahnhöfen auftraten, war geboren! 1992 ging das Zugabenteuer in die erfolgreiche Verlängerung. 1993 wurden die Erfahrungen und Erfolge der vergangenen zwei Jahre ausgebaut und in einen historischen Jahrmarkt vor dem Landestheater umgewandelt – mit Schießbuden, „Hau den Lukas“, Karussell, Puppentanztheater u.v.m. Man zählte damals mehr als 160.000 Besucher. Diese Zahl verlangte nach einem Zelt, das 1994 erste Heimat für das Festival wurde. 100 Jahre Kino war das Motto zum Festival 1995 und im Zelt vor dem Landestheater vergnügten sich die Zuschauer bei Trank, Speis und Bier, während Stummfilme über die Leinwand flimmerten und der Mann am Klavier die Stimmungen der Leinwand ins Zelt brachte … Die schönsten Plätze der Altstadt waren 1996 Hauptspielstätten und ein Jahr später schon feierte das erste Comedyfestival Innsbrucks mit mehr als 140 Künstlern in der ganzen Innenstadt Premiere.

Wasserfloh, Rekord und ein Trauerjahr

Neben den eingeführten Plakaten mit leeren Rahmen, die alljährlich darauf warteten, künstlerisch gestaltet zu werden, wurden auch die Mottos zu prägenden Wortbild-Marken: „Bunt und froh wie ein – La Pulce d‘Acqua – wie ein Wasserfloh“ lud 1998 reimend zum Festival! Unter der Patronanz von Clown Bernhard Paul sorgten im Jahre 1999 mehr als 2308 Clowns aus der Bevölkerung für einen Weltrekord und das SOS-Kinderdorf erhielt damals für den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde eine Spende von 100.000 Schilling! Das Festival der Träume bot erstmals einen einzigartigen Überblick über die Zunft der Spaßmacher. Ein großer Meilenstein war damit erreicht: Inns­bruck war 18 Tage lang liebenswerter und lustiger!
Im Jahre 2000 hielt traditionelle Volksmusik Einzug beim Festival der Träume und gemeinsam mit Spaßmachern aus aller Herren Länder wurde der Gastgarten des Innsbrucker Bierstindls zu einem multikulturellen Schmelztiegel! Auch im Jahr darauf legten die Festivalmacher ambitioniert los, doch 2001 geht als das „Trauerjahr des Lachens“ in die Festivalgeschichte ein. Der damals herrschende Dauerregen und der Anschlag auf die Twin-Towers in New York ließen das Lachen verstummen. „Die MitarbeiterInnen des Festivals der Träume sind damals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gegangen. Doch wir erhielten viel aufmunternde Worte und Lob, das uns weitermachen ließ“, erzählt einer der Gründerväter des Festivals, Herbert (HerrBert) Waltl. Das kreierte Konzept „zierkuss“ wurde nach Zürich verkauft und war für die Verantwortlichen eine Bestätigung, dass Lachen hierzulande wie allerorts erwünscht ist und trotz schwerer Zeiten in einer Stadt nicht fehlen darf!

Weitere Infos finden Sie in der Printausgabe der eco.nova oder auf der Festival-Homepage.

Zum Festival der Träume

Autor: Julia Sparber
Foto: Festival der Träume

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